Giuliani pop

GITARRE & LAUTE ONLINE: Beiträge zu Neuerscheinungen (Notenausgaben, Bücher, CDs) auf den Gebieten Gitarre und/oder Laute, Berichte über Konzerte, Festivals und Wettbewerbe, Essays und Kommentare. Verschiedene Autoren, Chefredakteur (Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes): Dr. Peter Päffgen.

Ein Volksmusikinstrument für Jedermann, nach 40 Jahren Vergessenheit ans Licht geholt

Vor ungefähr dreieinhalb Monaten ging es mir wahrscheinlich genau wie Ihnen: Stössel? Nie gehört.

Die beruflich Neugier war geweckt. (Bezüglich des Instruments meines Bekannten fand ich heraus, dass Stössel nicht der Erbauer war, aber das ist eine andere Geschichte). Was war das für ein Mann, dieser Stössel, von dem niemand etwas wusste, der aber doch einmal einen großen Bekanntheitsgrad gehabt haben musste, wenn alle Kölner Volksschüler auf seinen Instrumenten spielten? Was war das Besondere an seinen „Lauten“? Gab es vielleicht noch Zeitzeugen die etwas über Stössel wussten? Warum sprach heute kein keiner mehr davon, und warum war er damals aktuell? Auf der Suche nach Stössel ging ich diversen Fährten nach, führte Interviews, telefonierte durch die ganze Republik, und hatte eine gehörige Portion Glück dabei, denn die Spuren Stössels sind heute tatsächlich fast völlig verwischt.

Stoessel Fronlei DUPLEXFoto: Eine Mädchengruppe mit Stössel-Lauten bei einer Fronleichnamsprozession in Köln. Was haben der Oberstudienrat Max Erben aus Köln-Rodenkirchen, Margarete Will aus Köln-Kalk, der ehemalige Musiklehrer Hermann Engeländer in Bergisch-Gladbach, der Instrumentenbauer Wilhelm Monke und Susanne Klas aus Brühl gemeinsam? – Neben ihrem meist fortgeschrittenen Alter die Kenntnis eines Teils der Kölner Musikgeschichte, der heute weitgehend in Vergessenheit geraten ist: Die Geschichte der Stössel-Laute und ihres Erbauers Georg Stössel.