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Eberlein LjadovEberlein, Dorothee
Anatolij K. Ljadov – Leben–Werk–Musikanschauung
IV, 256 S., Paperback
G&L 119, ISBN 3-88583-000-0

»Bei einer Arbeit über „russische Musikanschuung um 1900” wurde mir bei der Bearbeitung des Belajev-Kreises deutlich, wie wenig Material es zum Komponisten Anatolij K. Ljadov gab. Bei Nikolaj Rimskij-Korsakov konnte man auf ausführliche Arbeiten und vorzügliche Editionen zurückgreifen, auch bei Glazunov auf zahlreiche Publikationen. Unerklärlich blieb das geringe Interesse, das bei dem dritten wichtigen Komponisten der Belajev-Gruppe zu verzeichnen war.

Bis zum heutigen Zeitpunkt bleibt die Meinung über Ljadov bestehen, die Rimskij-Korsakov durch den Bericht in seiner „Chronik meines musikalischen Lebens” prägte, Ljadov sei von Hause aus „faul” gewesen, und das implizierte seine geringe Produktivität. Dieser Meinung schließt sich G. Abraham in seinem MGG-Artikel an, wobei die „Kürze” der Kompositionen („hübsche und glatte Miniaturen”) genauso negativ vermerkt wird, wie die geringe Anzahl der Kompositionen.

[…]

Diese Arbeit wurde als Dissertation von der Universität zu Köln angenommen. Der Tag der mündlichen Prüfung war der 16. 12. 1978. Der erste Berichterstatter war Prof. Dr. Dietrich Kämper, der zweite Berichterstatter war Prof. Dr. Heinrich Hüschen, Universität zu Köln.«