Giuliani pop

Joplin, Scott
Five Ragtimes for Guitar
bearbeitet von Harald Thon
Bachformat (230 x 305 mm)
G&L 101, ISMN M-50089-101-7

 »Immer dann, wenn es in Wildwestfilmen der Untermalung einer stimmungsgeladenen Saloonszene bedarf oder es sich um die Begleitung eines turbulenten Stummfilmstreifens dreht, wird ein gezielter Griff in die Musikgeschichte schnell die gewünschte Atmosphäre schaffen können: Ein Pianist drischt Ragtime.

Gut fünfzig Jahre, nachdem der Ragtime während des ersten Jahrzehntes unseres Jahrhunderts seine größten Erfolge hatte feiern können, vermochte er innerhalb der letzten zwanzig Jahre erneut eine bemerkenswert hohe Popularität zu verzeichnen. Die Folk-Bewegung erfaßte die gesamte westliche Welt.

Im Zuge der Wiederbelebung eines folkloristischen nordamerikanischen Lied- und Spielgutes, das seit den Tagen der Kolonisation beständig angewachsen und zu manch eigenständiger Musikzierpraxis gereift war, griffen nun vorrangig jugendliche Gitarristen das auf, was ehedem als typische Spielweise anderer Instrumente, etwa der Fiddle, des Banjos oder des Pianos gegolten hatte. Neben alten Spieltechniken, beispielsweise des bottleneck oder dem Klang der zwölfsaitigen Acoustic-Guitar, waren es vor allem der gefühlsgeladene Blues und die packende Rhythmik des Ragtime, die das gitarristische Interesse fortan zu fesseln in der Lage waren.«

1. Maple Leaf Rag
2. Weeping Willow
3. Palm Leaf Rag
4. Reflection Rag
5. The Entertainer