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Corigniani: Concerto a Due Liuti obligati
Aus der Tabulatur übertragen und für zwei Gitarren bearbeitet von Ansgar Krause,
Spielpartitur mit vollständiger Faksimile-Wiedergabe der Tabulaturen
Bachformat (230 x 305 mm)
G&L 137

Das Manuskript des vorliegenden Werks trägt den Titel „Concerto à Due Liuti obligati & Basso” sowie den Komponistennamen „Corigniani”. Über Leben und Werk des Komponisten ist nichts Genaues überliefert, aber aus der Tabulatur (für zwei Barocklauten) und dem Kompositionsstil ist eine etwaige zeitliche Einordnung um 1700 ableitbar.

Eine Transposition von B-Dur nach Es-Dur ergibt sich fast selbstverständlich aufgrund der unterschiedlichen Tonlagen von Barocklaute und Gitarre. Eine solche Transposition um eine Quart oder Quint (also in verwandte Tonarten) war im Barock durchaus üblich.

Die Tabulatur lässt in Bezug auf Bindungen, Punktierungen und Bassführung viele Ungenauigkeiten bzw. Inkonsequenzen erkennen. Ich habe es daher für nötig gehalten, die Bindungen der Technik der Gitarre anzupassen und ebenso die anderen Mängel an den gravierendsten Stellen auszugleichen. Die Tatsache, dass fast das ganze Stück hindurch die Bassstimme von beiden Instrumenten gespielt wird, erscheint m,ir nicht nur überflüssig, sondern zum Teil auch störend, so dass ich in der Bearbeitung an einigen Stellen auf die doppelte Bassführung verzichtet habe. Der Spieler der auch jetzt noch Inkonsequenzen feststellt, sollte die Tabulatur zu Rate ziehen und im Einzelfall entscheiden, ob ihm eine andere Lösung zwingender Erscheint.

[Es folgen wenige spieltechnische Hinweise, die anhand von Notenbeispielen erklärt werden … s. Partitur]

Zum Abschluss möchte ich Herrn Konrad Junghänel dafür danken, dass er mich auf dieses reizvolle Werk hingewiesen hat. das sicherlich eine Repertoirelücke der Gitarrenduos schließt. Abdruck der Faksimiles mit freundlicher Genehmigung der Bibliothèque Royale de Belgique Albert Ier, MS II 4089, Fasz. XIII.